FSV NEWS

Personeller Engpass besiegelt erste Saisonniederlage

Handball-Männer (LL):    Finowfurter SV –  SV Blau/Weiss Perleberg   33:40  (18:20)

Nach zuletzt sechs Spielen in Folge ohne Niederlage hat es nun auch die Landesliga-Männer des Finowfurter SV erwischt.
Im Spitzenspiel gegen den neuen Tabellenzweiten SV Blau/Weiss Perleberg gaben die Schorfheider am Ende der ersten Halbzeit
ihre eigene  Führung schnell und leichtsinnig aus der Hand, liefen danach Spiel und Gegner nur noch hinterher. So war die am Ende deutliche 33:40-Niederlage wohl nicht zu verhindern aber und in dieser Form zu hoch.

Während die Gäste aus der Prignitz mit allem was sie zur Verfügung hatten anreisten, mußten die Schorfheider gleich vier
Stammspieler ersetzen, das sollte und mußte den Ausschlag geben. Bis zum 2:2 war es ein gegenseitiges Abtasten, danach spätestens bekam der Gast mit dass Finowfurt vornehmlich aus dem Rückraum schwächelte und vorn geduldig über die Aussen und den Kreis seine sich bietenden Chancen suchte. 4:6; 6:8 – Perleberg legte vor, doch Finowfurt blieb dran, ließ nicht abreißen und bot dem Gegner Paroli. Hinten mit einer leicht offensiven Abwehr, nach vorn mit zwei Kreisläufern überraschten die FSV-er den Gegner zumindest in Halbzeit eins und dieser hatte mit der taktischen Variante der Gastgeber lange seine Müh und Not.
So kamen die Barnimer beim 11:11 erstmals wieder zum Ausgleich und konnten in der Spielgestaltung selbst Akzente setzen.

Beim 15:14 führten die Schorfheider dann erstmals selbst, vergaßen aber die Führung zu verwalten und damit umzugehen. Auch wenig später das 16:14 ließ keine eigene Sicherheit aufkommen, schnelle und zu überhastete Aktionen verdarben das Konzept und ließen Perleberg ins Spiel zurückkommen. Beim 18:18 waren diese wieder im Geschäft und legten ihrerseits auf 18:20 zum Halbzeitpfiff vor. Müde und unkonzentriert kamen die Schorfheider aus der Kabine, das 18:23 war somit logisch und die Niederlage nahm ihren Verlauf. Finowfurt agierte nicht mehr als Team, sondern jeder machte nur noch für sich sein eigenes Ding. Das sollte und mußte schiefgehen weil Handball ohne Teamarbeit nicht funktioniert. Zwar waren die Schorfheider beim 29:33 nochmals gut im Geschäft aber auch in der Folgezeit dominierten Einzelaktionen statt Kampf und Leidenschaft um im Spiel zu bleiben. Gut herausgespielten Aktionen über Außen verliefen im Sand, leichte und vorhersehbare technisch Fehler schlichen sich ein, Finowfurts größter Gegner war jetzt nicht mehr Perleberg sondern der Ball.

Die Gäste aus der Prignitz beadankten sich artig und liefen einem so nicht erwarteten sicheren Sieg entgegen.
Spätestens beim 32:37 vier Minuten vor dem Ende war diese Partie entschieden, Finowfurt hatte nichts mehr zum Zusetzen und Perleberg hatte immer noch eins zum Draufsetzen. Das 33:40 am Ende war dann wohl aus Gastgebersicht etwas zu hoch, aber in dieser personellen Not nicht wirklich vermeidbar. Mario Rohde, Trainer in Vertretung, meinte nach dem Spiel: ” Glückwunsch und Respekt an Perleberg. Für ein solches Spitzenspiel haben uns heute alle Mittel und Möglichkeiten gefehlt. Wenn man pro Halbzeit und in eigener Halle zwanzig Gegentore pro Halbzeit kassiert, dann hat nicht der Keepeer sondern die gesamte Mannschaft ein Problem im Abwehrbereich. Am Ende haben wir uns nicht mal gegen das 40-igste Gegentor vor heimischem Publikum gewehrt, das sagt alles darüber aus dass wir heute zur falschen Zeit am falschen Ort waren, eines Spitzenspiels so und in dieser Verfassung nicht wirklich gewachsen.”

FSV mit: Enrico Kroll – Tino Mai (1/1); Mario Weise (4/1); Marcel Voigt (3); Karsten Gerlach (2); Mario Manns (5/1); Patrick Möbius; Denny Wollgast (2); Marcel Voß  (3); Benjamin Altrock (4/2) Robert Fronicke (4); Marco Derbolowsky (5); Trainer: Mario Rohde

7-Meter:
FSV  6/5
Perleberg  5/5

Zeitstrafen:  F
SV  5
Perleberg  5/1 x Rot

H. Miersch