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In die Erfolgsspur zurückgekämpft

 Mit großem Kampf und einer ordentlichen Portion Leidenschaft gewannen die Landesliga Handballer der Finowfurter SV 28:23 gegen die Gäste vom Oranienburger HC III. Die Barnimer sind nun auf Tabellenplatz fünf.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge in der Landesliga Nord haben die Männer des Landesligisten Finowfurter SV in die Erfolgsspur zurückgefunden. In einer Partie auf hohem Niveau, spielerisch wie auch kämpferisch, überzeugten die Schorfheider – von Trainer Toni Renz sehr gut eingestellt – mit viel Moral und Leidenschaft. Der leicht favorisierte Gast vom Oranienburger HC III konnte dem Spiel der Hausherren  nur phasenweise Paroli bieten und musste sich einer wie entfesselt kämpfenden Finowfurter Mannschaft überraschend deutlich 23:28 geschlagen geben. Mit vielem hatte man vor der Partie gerechnet, dass aber die FSV-Männer von Anfang bis Ende die tonangebende Mannschaft auf dem Parkett sein würden und nie ernsthaft in Gefahr gerieten, das Spiel  zu verlieren, das überraschte dann doch die zahlreich erschienenen Zuschauer.

Den besseren Auftakt erwischten schon die hoch motivierten Gastgeber, der Gast schaffte beim 3:3 erstmals und letztmals den Ausgleich und was da noch niemand ahnen konnten, selbst in Führung gehen konnten die Oranienburger über die gesamte Spielzeit nie. Zu selbstsicher wirkte der jetzige Tabellenfünfte wohl wissend, eine Niederlage hätte den Absturz in die Kellerregion bedeutet. Beim 6:5 führten die Gastgeber nur knapp, doch beim 10:5 und wenig später mit dem 12:6 waren erste richtungsweisende Ausrufezeichen in der Partie gesetzt. Oranienburg wirkte völlig überrascht und so überhaupt nicht darauf vorbereitet. Beim Gastgeber stimmte schon in Halbzeit eins nahezu alles, Ball- und Laufwege wirkten sehr sicher, die sonst so oft gescholtenen technischen Fehler waren Mangelware und wenn, dann leicht zu kompensieren. Der OHC hingegen verblieb in seiner Schock-Starre und wenn es aus Gastgeber-Sicht etwas zu bemängeln gab, dann nur, dass die FSV-Männer bei Halbzeit nur relativ knapp mit 15:11 führten.

Mit Wiederanpfiff suchten die Gastgeber nach einer schnellen Vorentscheidung. Die Belohnung war das 17:12. Wenig später hieß es 19:14 und 22:15 – Oranienburg wirkte mehr als angeschlagen und Finowfurt bekam richtig Spaß, denFavoriten zu ärgern und in die Schranken zu weisen. Beim 24:20 knapp neun Minuten vor Schluss schien es zwar nochmals eng zu werden, aber egal wen und wann FSV-Trainer Toni Renz wechselte und somit in die hoch brisante Partie eingriff, es war mit Sinn und Verstand. Beim 26:22, drei Minuten vor dem Ende, nahm Renz seine letzte Auszeit, wohl wissend, dass hier und jetzt nichts mehr anbrennen konnte. Der Rest war Makulatur – am letztlich überzeugenden Sieg, vor  knapp 200 leidenschaftlich mitgehenden Fans, waren die Schorfheider beim 28:23-Endstand der hochverdiente Sieger der Begegnung. Selbst eingefleischte und neutrale Besucher urteilten nach der Begegnung: „Wenn ihr diese Form und Verfassung so halten und konservieren könnt, dann habt ihr mit dem Abstiegskampf nichts, aber auch gar nichts zu tun.“

FSV-Trainer Toni Renz meinte nach dem Spiel: „Wir denken von Partie zu Partie, heute haben mich der Teamgeist und die mannschaftliche Geschlossenheit voll überzeugt, daran kann ich anknüpfen und dann bin ich mir sicher, dass wir nicht wieder bis zum allerletzten Spieltag Abstiegsangst pur haben müssen. Übrigens, was unser Keeper Achim Raack, eine Leihgabe aus der Ü 40, heute hielt, war sensationell stark. Anders wäre dieser deutliche Erfolg nicht möglich gewesen.“

Für die Finowfurter geht es in der Meisterschaft erst am 20. Oktober weiter. Dann sind die Barnimer beim Tabellennachbarn (Vierter) HC Angermünde zu Gast. Eine echte Bestandsaufnahme also.