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Hochemotionaler Sieg in letzter Sekunde

DER FINOWFURTER SV SIEGT IN DER HANDBALL-LANDESLIGA IN BAD FREIENWALDE 29:28

Finowfurt (MOZ) Nach einem hochwichtigen 29:28-Erfolg beim Tabellenachten SV Jahn Bad Freienwalde II dürfen sich die Handballer des Finowfurter SV wieder Chancen auf den Klassenerhalt in der Landesliga machen. Mit dem ersten Auswärtssieg in dieser Saison konnten die Schorfheider die Rote Laterne abgeben und sind nach Minuspunkten auf gleicher Höhe mit dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Dabei standen die Vorzeichen auf diese wichtige Begegnung alles andere als günstig. Mit Mario Manns und Benjamin Altrock fehlten zwei wichtige Stammspieler, Trainer Toni Renz lag mit Grippe im Bett. Aber Finowfurt steckte das weg, kämpferisch wie spielerisch.

Beim 1:0 führten die Kurstädter erstmals und, was noch niemand ahnen sollte, vorerst auch letztmals. Es war der bis dato Tabellenletzte, der schnell die Regie übernahm und prompt auch mit der Führung dafür belohnt wurde. 3:4; 6:8; 7:9 – die Gäste spielten ihre Angriffe konzentriert aus und suchten den sicheren Torabschluss. Das gelang. Auch vom zwischenzeitlichen 10:10 ließen sich die FSV-er nicht aus dem Konzept bringen und legten wieder auf 13:11 und 14:12 vor. Beim Stand von 14:13 zugunsten der Barnimer wurden die Seiten gewechselt.

Auch mit Wiederanpfiff blieben die Schorfheider ihrer Linie treu. Diszipliniert und effektiv die eigenen Chancen nutzen und nach hinten mit einem stark aufgelegten Keeper Enrico Kroll im Rücken so wenig wie möglich zulassen. 13:15; 16:18 – Finowfurt blieb vorn. Beim 22:25 gut acht Minuten vor dem Ende hatten die Finowfurter die große Chance, erstmals und vorentscheidend auf vier Tore Vorsprung zu enteilen. Doch es sollte nicht sein – der Strafwurf blieb ungenutzt und eine hektische Schlussphase begann.

26:27; 27:27 – beim 28:27 genau 90 Sekunden vor Schluss führten dann die Kurstädter zum erst zweiten Mal in dieser Begegnung und die Kurstadt-Halle bebte, stand Kopf.

Aber Finowfurt bewies Moral und demonstrierte Nervenstärke. 50 Sekunden vor Schluss erzielten die Barnimer per Siebenmeter den Ausgleich zum 28:28. Danach war SV Jahn im Ballbesitz und den Finowfurtern drohte die Höchststrafe, mal wieder mit einem Tor zu verlieren. Doch weit gefehlt: Bad Freienwalde zeigte Nerven, war wohl auch vom Willen und der Leistungsstärke des Tabellenletzten überrascht. Die Schorfheider waren drauf und dran, zumindest diesen einen Punkt festzuhalten, ehe sie 20 Sekunden vor dem Ende nochmals in Ballbesitz kamen.

Für schwache Nerven war der Rest der Partie nichts, aber endlich hatten die Finowfurter auch mal das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. So blieb es Ronny Krell vorbehalten, zwei Sekunden vor dem Ende den vielumjubelten Siegtreffer zum 29:28 für eine toll kämpfende Finowfurter Mannschaft zu erzielen. Die Freude danach im Finowfurter Lager kannte keine Grenzen, die Hoffnung lebt und die Schorfheider sind gerade noch rechtzeitig zurück im Abstiegskampf.

Zunächst aber freut man sich auf die nun bevorstehende Osterpause. Körper und Nerven dürfen sich regenerieren, um dann danach im Sechs-Punkte-Spiel gegen Liebenwalde den Angriff auf die Nichtabstiegsplätze zu starten. (Hartmut Miersch)

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