FSV NEWS

Gefühlte Niederlage

Mit einem eher verlorenen als gewonnenen Punkt kehrten die Landesliga-Männer des Finowfurter SV aus Bad Freienwalde zurück.Das insgesamt wohl gerechte 33:33 beim Tabellenletzten SV Jahn II entpuppte sich für die Schorfheider als gefühlte Niederlage. Diese waren über weite Strecken der Partie dominant und tonangebend verstanden es aber nicht mehr Kapital draus rauszuholen.Den besseren Auftakt erwischten die Gäste zum 0:2, wenig später fand auch der Tabellenletzte aus der Kurstadt in die Partie und bis zum 7:7 entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe.Dann aber hatten sich die Schorfheider auf den körperlich überlegenen Rückraum der Gastgeber eingestellt und suchten die Flucht nach vorn. Verdienter Lohn war eine 5-Tore-Führung nach gut 15 Minuten (7:12). Auch in der Folgezeit überzeugten die Barnimer mit einer soliden Abwehrarbeit und schnellem Umkehrspiel von Abwehr auf Angriff (12:17). Bis dahin einzigstes Manko der Gäste sie nutzten nicht alle Chancen um sich noch weiter abzusetzen und ließen stattdessen die Kurstädter wieder dichter herankommen. Mit einem 15:18 ging es in die Pause und noch standen dreissig aufregende Minuten bevor. Den besseren Start auch in Halbzeit Zwei erwischten die FSV-er und legten weiter auf 17:21 vor. Dann aber ein nicht unwichtiger Knackpunkt in dieser Partie nach gut 35 Minuten. Nach einem “Mißverständnis” und einer unglücklichen Rot/Blauen Karte gegen die Finowfurter mußten diese dann in doppelter Unterzahl agieren und verloren kurzzeitig völlig den eigenen Spielfaden.

Diese Verunsicherung nutzten die Kurstädter gnadenlos aus und kamen erstmals wieder zum Ausgleich (21:21). Doch die Gäste fingen sich und schienen beim 21:24 wieder auf dem richtigen Weg. Doch der Tabellenletzte wehrte sich und bei den Finowfurtern machte sich neben Konzentrationsmangel auch Kräfteverschleiß bemerkbar.Beim 27:25 gut zehn Minuten vor dem Ende führte so der SV Jahn erstmals selbst und diese Partie drohte zu kippen. Doch für die Finowfurter sprach Moral und Einsatz stimmten auch in dieser kritischen Phase. Beim 28:28 war so der erneute Ausgleich hergestellt und bis zum Ende wurde es nun eine Partie auf des Messers Schneide (30:29; 31:31; 31:32). Die Dramatik erreichte ihren Siedepunkt als 19 Sekunden vor dem Ende der zuvor sehr sichere Marco Derbolowsky diesmal vom 7-Meter-Punkt nicht die Nerven behielt und unglücklich scheiterte. Somit blieb es am Ende beim 33:33 und einer Punkteteilung mit der die Kurstädter besser leben konnten als doch recht enttäuschte Schorfheider.

FSV-Trainer Toni Renz: “Natürlich überwiegt zunächst die Enttäuschung, aber man muß auch das Positive sehen. Bad Freienwalde hat sich verstärkt und spielte deutlich besser als es der Tabellenplatz aussagt. Meine Mannschaft hat bis zum Schluß alles gegeben, beim 7-Meter hatten wir statt Glück auch Pech und insgesamt ist dieses Unentschieden für beide wohl auch irgendwo gerecht”.

FSV mit: Oliver Schulze – Tino Mai; Ronny Krell (2); Mario Weise (2); Patrick Möbius; Johann Bergk (9); Marcel Voigt (3); Robert Fronicke; Benjamin Altrock (2); Marcel Voss (5); Marco Derbolowsky (10/5); Trainer: Toni Renz

7-Meter:
SV Jahn 5/4
FSV 7/5

Zeitstrafen:
SV Jahn 7
FSV 5/1 x Rot/Blau

H. Miersch