FSV NEWS

Gefühlte Niederlage

Handball-Männer (LL): Finowfurter SV – HC 52 Angermünde 28:28 (14:16)

Das 28:28-Unentschieden gegen den HC Angermünde kam für die Landesliga-Männer des Finowfurter SV in doppelter Hinsicht einer gefühlten Niederlage gleich. Zum einen weil die Schorfheider zumindest in Halbzeit zwei das klar bessere Team waren, zum anderen aber auch weil sich die “Unparteiischen” aus Falkensee zum Zünglein an der Waage machten. Nach ausgeglichener Anfangsphase (2:2; 4:4) wurden die Gäste aus der Uckermark dominanter und übernahmen die Führungsarbeit. 4:6; 7:10 – Finowfurt brauchte zu viele Chancen für einen Treffer, Angermünde nutzte jede sich bietende Chance zum Torerfolg. Aber auch das 9:12 steckten die Schorfheider weg und und waren wenig später beim 11:12 wieder sehr gut im Geschäft. Aber und permanent waren es die vielen Zeitstrafen die Finowfurt immer wieder in Unterzahl spielend zurückwarfen. Der HCA nutzte das gnadenlos aus und legte wieder auf 12:15 und 13:16 vor.

Schließlich beim Stand von 14:16 wurden die Seiten gewechselt, danach taktisch neu eingestellt, hoch motiviert und mit viel Willenskraft starteten die FSV-er zu Halbzeit Zwei. Zunächst erhöhten noch die Angermünder auf 14:17 dann aber begann die Aufholjagd des Gastgebers. Beim 18:18 war erstmals wieder der Ausgleich hergestellt wenig später dann deutete sich eine Wende an und Finowfurt lag 19:18 und 21:20 vorn. Der Gast sah sich genötigt eine Auszeit zu nehmen, doch Finowfurt war nun in Spiellaune und schien beim 24:21 elf Minuten vor dem Ende der Vorentscheidung sehr nahe. Aber stattdessen sollte noch eine hochdramatische Schlußphase folgen. Die Barnimer wollten nun zu schnell zu viel, statt geduldig die Angriffe auszuspielen und damit Zeit von der Uhr zu nehmen verfielen diese in Hektik. Das brachte den HCA wieder zurück in die Partie und nun begannen sich die Ereigniss zu überschlagen. Binnen zwei Minuten zweimal Rot gegen den FSV während auf der anderen Seite Angermünde für gleiches immer noch mit einer freundlichen Ermahnung bedacht wurde. Die Halle bebte und war auch von Finowfurts Trainer nur noch sehr schwer zu beruhigen. Immer mehr legten die völlig überforderten Schieris jetzt zweierlei Maaß an und entschieden in strittigen Situationen permanent gegen die Schorfheider. Aber und trotz mehrfacher Unterzahl vier gegen sechs bewiesen die Gastgeber Moral und Kampfeswillen. So hieß es gut fünf Minuten vor dem Ende 27:24 und trotz aller Benachteiligungen durfte man noch auf einen Finowfurter Sieg hoffen.Drei Minuten vor dem Ende (28:26) dann aber eine weitere Zeitstrafe gegen den FSV und Angermünde glich aus zum 28:28.

Noch blieben 55 Sekunden Finowfurts Trainer nahm jetzt seine Auszeit, wollte unbedingt den letzten Angriff ausspielen und mit dem Siegtreffer beenden. Aber wieder kamen die Referees ins Spieler, statt 7-Meter wurde auf Stürmerfoul erkannt, so unverhofft bekam dann sogar der HCA nun noch die Chance zum Sieg scheiterte aber am Finowfurter Willen diesen einen Punkt unbedingt festzuhalten. FSV-Trainer Toni Renz rang auch lange nach Abpfiff noch um Fassung: “Neun Zeitstrafen und zwei Rote Karten gegen uns bei einer Zeitstrafe Angermünde sprechen eine deutliche Sprache und soviel zum Thema Schiedsrichter und “Unparteiische”. Auch wenn wir in einigen und spielentscheidenden Phasen zu unkontrolliert und hektisch gespielt haben will und werde ich meiner Mannschaft, bei allen Benachteiligungen die sie ertragen mußte, keinen Vorwurf machen.”

FSV mit: Oliver Schulze; Hans-Joachim Raack – Mario Manns (5); Tino Mai (2); Karsten Gerlach; Johann Bergk (7/1); Marcel Voß;
Mario Weise (6); Marco Derbolowsky; Marcel Voigt (1); Patrick Möbius; Andy Wollin (2); Benjamin Altrock (5); Trainer: Toni Renz.

7-Meter:
FSV 2/1
HCA 5/4

Zeitstrafen:
FSV 9/2 x Rot
HCA 1

H. Miersch