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Dramatische Schlussphase

Finowfurt Denkbar knapp sind die Landesliga-Handballer des Finowfurter SV an der großen Überraschung gegen den Tabellenzweiten, HC Angermünde, vorbeigeschrammt. Am Ende einer sehr ausgeglichenen Partie hatten die Gäste mit einem Tor (25:24) die Nase vorn.

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und führten schon nach fünf Minuten 4:1. Die Gastgeber hingegen hatten anfangs große Mühe in die Partie zu finden und liefen diesem 3-Tore-Rückstand permanent hinterher (3:6; 5:8; 7:10). Nach vorn fehlten die zündenden Ideen und es wurden wenn dann auch zu viele gute Chancen liegen gelassen. Auch hinten wirkten die Gastgeber alles andere als sattelfest und hatten es vornehmlich Keeper Enrico Kroll zu verdanken, dass sich der Rückstand in Grenzen hielt.

Erst kurz vor der Pause und auch mit der Einwechslung von “Rückkehrer” Patrick Kirschner fing sich der FSV.  Über den Kampf kamen sie immer besser ins Spiel. Tor um Tor holten die Barnimer auf und erzielten den 10:11-Anschluß, der gleichzeitig auch den Halbzeitstand darstellte.

So sehr FSV-Trainer Toni Renz in der Pause auch mahnte und warnte, nicht wieder die Startphase zu “verpennen”, genauso sollte es aber nach Wiederbeginn kommen. Noch ehe die Gastgeber so richtig realisierten, dass die Partie schon wieder begonnen hatte, führte der HCA erneut deutlich 10:14 und 11:15. Aber, und das sprach für die Finowfurter, sie glaubten an sich und gaben auch im weiteren Verlauf nie auf (14:17; 17:20). Bis acht Minuten vor dem Ende liefen sie diesen drei Toren stets hinterher, ehe noch eine hochdramatische Schlussphase begann.

Beim 20:20 war erstmals in dieser Begegnung der Ausgleich geschafft, auch das anschließende 20:21 steckte der FSV erneut weg, um diesen Rückstand in eine erstmalige Finowfurter Führung zum 23:21 zu verwandeln. Vier Minuten vor dem Ende schien die Partie gedreht, die Halle bebte und die Fans gaben alles. Ausgerechnet in dieser nun alles entscheidenden Schlußphase versagten den Schorfheidern die Nerven. Sie waren nicht clever genug, trotz der grossartigen Unterstützung der Fans und der Führung im Rücken, mit diesem Vorteil umzugehen. Unnötige Zeitstrafen, überhastete Ballverluste und Unkonzentriertheiten beim Torabschluss bauten einen nun fast schon geschlagenen Gegner wieder auf. So wurde der Favorit aus Angermünde nicht wirklich nervös und machte aus dem Rückstand eine erneute eigene 24:23-Führung.

Der Rest wurde nichts für schwache Nerven, 50 Sekunden vor der Schlußsirene kamen die Finowfurter zum erneuten Ausgleich, konnten aber auch diesen einen Punkt nicht festhalten. Elf Sekunden vor Schluss erzielte der Favorit tatsächlich noch den 25:24-Siegtreffer und die letzten Sekunden verrannen, ohne dass die Schorfheider nochmals zu einem Torabschluß gelangten.

FSV-Trainer  Toni Renz schätzte nach der Begegnung ein: “Schade für uns und diese Super-Fans, beide hatten mehr verdient aber es sollte wohl nicht sein. Nach dem 23:21 waren wir nicht clever genug, haben wir uns selbst um den verdienten Lohn gebracht.

Hartmut Miersch