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Derbe Niederlage

(sn) Am Wochenende trafen die Damen des Finowfurter SV auf den Tabellenzweiten Neuruppin und mussten sich am Ende deutlich geschlagen geben, auch wenn das Ergebnis nicht unbedingt die Leistungen der Barnimerinnen spiegelte.  In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften ab, doch dann zog Neuruppin das Tempo an. Über eine robuste Abwehr und mit druckvollen Angriffen, bei denen, mit allem was man hatte, in die Lücke gestoßen wurde, gingen die Gastgeber zwischenzeitlich mit 8:4, 9:5 in Führung (14. Minute). Dann verletzte sich Luisa Eschert und Trainer Menzel stellte um. Die Finowfurter mussten sich wieder konzentrieren und tat dies auch. Der Gegner gönnte sich nun seinerseits eine kleinere Schwächephase und die FSV-Damen nutzen nun konsequenter ihre Torchancen, hatte man bis dahin doch schon wieder etliche gute Torgelegenheiten ausgelassen. Besonders das aggressivere Zufassen in der Abwehr brachte den Spielfluss der Neuruppinerinnen etwas ins Stocken.

Celina Heinrich und Julia Griffel trafen aus dem Rückraum (11:8, 15:14). Der Anschluss war geschafft, doch der Ausgleich wollte nicht gelingen. Immer wieder musste man Tore über den Kreis hinnehmen oder konnte den Gegner nur auf Kosten eines Strafwurfes stoppen. Bei einem Halbzeitstand von 18:16 war noch alles offen. In der Halbzeitpause appellierte Trainer Menzel an die Wurfeffizienz und das Rückzugsverhalten.

Ob noch mit den Gedanken in der Pause, verschlief man die Anfangsphase und kassierte zwei rasche Gegentreffer. Doch beim 20:17 war weiterhin alles offen. Finowfurt mühte sich im Angriff, leistete sich aber zu viele technische Fehler, nutze die Chancen nicht und war in der Abwehr nicht schnell genug auf den Beinen.

Durch fragwürdige Zeitstrafen auf der Finowfurter Seite wurde das Spiel stark eingeschränkt. Insgesamt 6 Zeitstrafen wurden vergeben. Jedoch kämpften die Finowfurter Frauen in der Deckung und erspielten sich gute Kontermöglichkeiten. Trotzdem nutzten die Neuruppinerinnen die Überzahl erfolgreich aus und bauten ihren Vorsprung weiter aus (26:20, 32:21).

Die zahlreichen Zeitstrafen setzten den Spielerinnen sehr zu und nun haderte man auch noch zu oft mit den Schiedsrichterentscheidungen, statt sich weiter auf das Spiel zu konzentrieren. Im Endresultat kassierte man eine derbe 37:24 Niederlage. Neuruppin war klar die bessere Mannschaft und hat über ein temporeiches Angriffsspiel und mit einer aggressiven Deckung verdient gewonnen.

Trainer Menzel nach dem Spiel: „Wir haben gekämpft, aber wenn man 16 Würfe an Pfosten oder Latte setzt und 3 Siebenmeter auslässt, kann man so ein Spiel nicht gewinnen. Irgendwann ist das in den Köpfen und frustriert. Ich hätte mir auch gewünscht, dass die Schiedsrichter mehr die Härte aus dem Spiel nehmen.“
Nun bleiben zwei Wochen Zeit bevor am 15.12.18 um 15 Uhr Tabellenführer Potsdam zum letzten Spiel in diesem Jahr in die Hans Wendt Sporthalle kommt.

Es spielten: Franziska Lübge, Karina Bielicke (beide Tor), Nadine Stanke (7/3), Sophie Napp (2/1), Aimee Preuße, Nadine Evers (2), Conny Berndt (1), Luisa Eschert (1), Annett Hanke (3), Julia Griffel (3), Celina Heinrich (4), Christina Wolff (1)