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Den Favoriten mehr als nur geärgert – FSV-Keeper hält sensationell

Handball-Männer (LL):Finowfurter SV – SV Berolina Lychen 25:28 (10:13)

Zwar blieb die große Überraschung aus und dennoch haben die Landesliga-Männer des Finowfurter SV bei der 25:28-Niederlage gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter Berolina Lychen alles andere als enttäuscht. Das Vorhaben den großen Favoriten zu ärgern ging auf, zu mehr reichte es aber nicht, auch weil die Schorfheider einmal mehr nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Während der Tabellenführer personell aus dem Vollen schöpfen konnte mußten die Schorfheider einmal mehr auf Johann Bergk (verletzt) und Patrick Kirschner (Urlaub) verzichten. So erwischten dann auch die Gäste den besseren Start und führten schnell mit 0:3. Wenig später beim 1:5 und 2:7 sah schon vieles danach aus als würden die Gastgeber zeitig auf die Verliererstraße geraten und Lychen einem ungefährdeten Auswärtssieg entgegen gehen.

Doch dem war nicht so, Finowfurt besann sich auf den Kampf und machte so wett was spielerisch nicht immer ging. Beim 6:8 waren die FSV-er so erstmals wieder dran am Gegner und im weiteren Verlauf bis zur Halbzeit wurde es nun ein Duell auf Augenhöhe (8:10; 10:12). Schließlich beim Stand von 10:13 wurden die Seiten gewechselt und in der FSV-Kabine war man sich einig “hier ist noch lange nichts entschieden”. Nur eines hätte nicht passieren dürfen und diese Warnung blieb ungehört, dass die Gastgeber wie schon gegen Perleberg den Start zu Halbzeit Zwei völlig verschlafen. Doch genauso sollte es kommen. Mit vier Toren in Folge nach dem Wiederanpfiff enteilte Lychen schnell auf 10:17 und glaubte wohl selbst schon an die Vorentscheidung. Aber da war ja noch die viel berüchtigte Finowfurter Kampfkraft und dann hatten diese ja auch noch ihren Keeper Oliver Schulze. Gleich reihenweise entschärfte dieser sensationell auch noch so klare Chancen des Favoriten und die
FSV-Fans skandierten im Chor auf der Tribüne “Olli, Olli; Olli”.

Jetzt waren es die Schorfheider die einen 5:0-Lauf erwischten und beim 15:17 war diese Partie wieder völlig offen. Schade und ausgerechnet in dieser Phase dann eine doppelte Unterzahl gegen Finowfurt und diese Hilfe nahm Lychen an. Diese legten nun auf 16:21 vor und beim FSV schwanden dann Kraft und Konzentration. Spätestens beim 19:26 sieben Minuten vor dem Ende hatte diese Partie dann doch ihre Vorentscheidung gefunden und der Favorit aus der Uckermark ließ sich von der Siegerstraße nicht mehr wirklich abbringen. Doch Moral, Kampf und Leidenschaft stimmten, so gehörte die Schlußphase (6:1) dann wieder den Gastgebern die sich tapfer gegen eine “Packung” wehrten und beim 25:28 am Ende und trotz Niederlage erhobenen Hauptes die Hans-Wendt-Sporthalle verlassen durften.

FSV-Trainer Toni Renz: “Schade in Bestbesetzung wäre heute sicher noch mehr möglich gewesen und dennoch großen Respekt
an meine Mannschaft die sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben hat. Dazu war “Olli” im Tor heute der absolute “Wahnsinn”.

FSV mit: Oliver Schulze; Enrico Kroll – Mario Manns (9/1); Ronny Krell (2); Mario Weise; Marcel Voigt (6); Patrick Möbius;
Benjamin Altrock (1); Robert Fronicke; Marcel Voß (3); Marco Derbolowsky (4/2); Trainer: Toni Renz.

7-Meter:
FSV 4/3
Berolina 4/2

Zeitstrafen:
FSV 7/1 x Rot
Berolina 8/1 x Rot

H. Miersch