FSV NEWS

Bronzeplatz knapp verpasst

Das letzte Spiel der Saison in der Verbandsliga führte die Finowfurter Damen in die Landeshauptstadt nach Potsdam, wo der bereits feststehende Meister HSC Potsdam wartete.

Nach einem verkorksten Start und einer anschließenden Aufholjagd, die den Tabellenersten noch einmal ordentlich ins Schwitzen brachte, verlor man dennoch mit 28:29. Weil Grünheide im Parallelspiel siegte, zogen sie in der Tabelle noch an den Finowfurter Damen vorbei und so blieb am Ende nur der 4. Platz.

Aber nun zum Spiel. Die ersten 10. Minuten brauchten die Schorfheiderinnen um ins Spiel zu finden. Potsdam zeigte sich wacher und laufbereiter. Die Räume, in der bis dahin noch nicht kompakten Abwehr, wurden durch die Kreisläuferin genutzt und so stand es nach 8. Minuten 5:2 für die Gastgeberinnen. Finowfurt tat sich schwer, so dass Trainer Menzel bereits in der 9. Minute eine Auszeit nahm, um die Damen wachzurütteln.

Die Barnimerinnen zeigten jetzt mehr Biss und Einsatzbereitschaft. Über ein 6:3 kämpften sie sich auf 6:5 heran, ehe Celina Heinrich ihre zweite Zeitstrafe in der 13. Minute hinnehmen musste. Doch davon ließen sich die FSV-Damen nicht unterkriegen und blieben in Reichweite (8:6). Ab der 16. Minute folgte jedoch eine unerklärliche Schwächephase. Viel zu oft waren die Pässe zu ungenau, die Würfe unvorbereitet und es wurde erneut zu viel quer vor der Deckung gespielt. Diese Fehler nutzte Potsdam über die komplette Spielzeit für einfache Gegenstöße, die die Schorfheiderinnen immer wieder in ihren Bemühungen, den Anschluss herzustellen, zurückwarfen.
Trainer Menzel reagierte und wechselte durch. Aus dem zwischenzeitlichen 13:7 machten die Finowfurterinnen bis zur Halbzeit ein 16:15.

Nun hieß es, weiter kämpfen, die eigene Fehlerquote zu minimieren und in den letzten 30 Minuten der Saison noch einmal alles geben. Gesagt, getan und so fiel der Ausgleichstreffer in der 32. Minute durch Annett Hanke. Doch davon zeigte sich Potsdam ungerührt, legte immer wieder ein Tor vor und die Schorfheiderinnen nutzen die gut herausgespielten Chancen nicht konsequent. Besonders über die rechte Außenbahn gelang in Hälfte zwei kaum noch etwas. Potsdam zeigte sich cleverer. Trotz der 4:2 Deckung fanden immer wieder die platzierten Würfe aus dem Rückraum ihren Weg ins Tor der Gäste, so dass sich Potsdam erneut mit drei Toren absetzen konnte (21:18).
Trainer Menzel ließ nun mit zwei Kreisläuferinnen spielen und die Rechnung ging auf. Conny Berndt und Nadine Evers setzten sich erfolgreich in Szene. Christina Döhring gelang der erneute Ausgleich zum 26:26 in der 55. Minute, ehe Sophie Napp kurze Zeit später sogar für die 27:26 Führung sorgte. Nun waren die Handballerinnen aus der Landeshauptstadt gefordert. Die Finowfurter Abwehr kämpfte löwenstark um jeden Ball und hatte im Angriff sogar die Möglichkeit die Führung auf zwei Tore auszubauen, doch erneut wurde diese Gelegenheit vergeben. Im Gegenzug musste erneut der Ausgleich hingenommen werden (28:28).

Eine Minute war noch zu spielen und Finowfurt war im Angriff. Die beste Potsdamer Spielerin an diesem Tag setzte alles auf eine Karte, attackierte die Ballführerin, erkämpfte sich den Ball und schloss den Tempogegenstoß erfolgreich zum vielbejubelten 29:28 ab (Zeit: 59:31). Potsdam ließ in den letzten Sekunden nur noch einen Freiwurf für die Barnimerinnen zu, der jedoch nicht mehr den Weg ins Tor fand. Die Enttäuschung darüber, dass es am Ende nicht gereicht hat, war groß. Doch wer das Spiel kritisch betrachtet, muss zugeben, dass erneut die vielen individuellen Fehler und Schwächen auf Seiten des Finowfurterinnen Schuld an der Niederlage waren. Dennoch zeigte die Mannschaft viel Kampfgeist und kann sich am Ende auch über einen 4. Tabellenplatz freuen, hatte es doch nach der Hinrunde erheblich schlechter ausgesehen.

Wir gratulieren den Meisterinnen vom HSC Potsdam und wünschen viel Glück für die neue Saison in der Brandenburgliga.
Die Damen des Finowfurter SV verabschieden sich damit in die Sommerpause. In der Mannschaft wird es einige personelle Veränderungen geben, mit Annett Hanke, Christina Döhring und Christin Wolff verlassen gestandene Spielerinnen die 1. Mannschaft und werden künftig die 2. Finowfurter Damenmannschaft verstärken.

Ein herzliches Dankeschön möchten die Frauen noch an die vielen Fans und Unterstützer richten und hoffen auch in der kommenden Saison auf diese lautstarke Unterstützung.

Finowfurt: Franziska Lübge, Karina Bielicke, Nadine Stanke (5/2), Sophie Napp (6), Nadine Evers (1), Conny Berndt (6/2), Luisa Eschert (1), Annett Hanke (3), Christina Döring (1), Julia Griffel (2), Celina Heinrich (3), Lara Philipp