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15 effektive Minuten reichten für den Sieg

(lg) Am Samstag, den 21.09.2019 trafen die II.Frauen des Finowfurter SV auf Neuruppin II. Mit einem klaren 17:6 Sieg, aber einem weniger schön anzusehenden Spiel, verbuchten sie so zwei weitere Punkte auf ihrem Konto und hielten damit die Tabellenführung. Die deutliche Tordifferenz zum Ende des Spiels täuscht über quälende 40 Spielminuten hinweg.

Vor der Partie gedachte man mit einer Schweigeminute Armin Schwenk, der als langjähriger Trainer den Finowfurter Handball mitprägte und im September viel zu früh verstorben war.

Auf Grund von Krankheit und Urlaub mussten die Schorfheiderinnen mit schmalem Kader antreten, hatte sich jedoch viel vorgenommen. Insbesondere die Chancenverwertung sollte deutlich besser werden als im ersten Ligaspiel. Doch erneut zeigten sich hier Schwächen. Aber auch den Gästen gelang zu Beginn nicht viel. Erst in der 5. Spielminute konnten sie den ersten Treffer des Spiels erzielen. Die Schorfheiderinnen benötigten 7 Minuten für den Ausgleich durch Christin Wolff (1:1). Unzählige klare Chancen, u.a. drei 7-Meter blieben ungenutzt und immer wieder scheiterten die Barnimerinnen an der starken gegnerischen Torfrau.
In der 24. Minute hatten sich die Finowfurterinnen auf 3 Tore abgesetzt (2:1, 3:1, 4:1), aber anstatt den Vorsprung auszubauen, konnten die Gäste auf Grund von Unachtsamkeiten in der Abwehr und unzähligen weiteren Fehlwürfen der Gastgeber den Anschluss halten. Lediglich 5 Treffer erzielten die FSV-Damen in der gesamten ersten Halbzeit, sodass es nach zähen 30 Minuten 5:4 in die Pause ging.

Mit neuem Schwung und Treffsicherheit sollte die zweite Spielhälfte in Angriff genommen werden. Doch trotz gegnerischer doppelter Unterzahl waren die Schorfheiderinnen nicht in der Lage das Runde ins Eckige zu bringen. Dafür erzielten die Neuruppiner den Ausgleich (5:5).
Doch dann ging endlich ein Ruck durch die Mannschaft. Plötzlich wurden die, über das Kombinationsspiel entstandenen Lücken von Aimee Preuße und Jenny Lehmann erfolgreich genutzt und auch über die zweite Welle wurde nun das Tor getroffen. Besonders für Jenny Lehmann war es eine gelungene Rückkehr nach einer langen Verletzungspause. In den letzten 20 Spielminuten spielten sich die Gastgeberinnen etwas frei und warfen 12 Tore. Neuruppin hatte dem wenig entgegenzusetzen und schaffte in Hälfte zwei lediglich 2 magere Tore zu erzielen. Auch die doppelte Überzahl kurz vor dem Ende der Partie brachte nichts Zählbaren für die Gäste. Das sprach für eine souveräne Abwehr und eine starke Torwartleistung von Julia Ristow und Karina Bielicke, die dem Gegner wenig Möglichkeiten ließen. Mit 17:6 endete ein Spiel, das schnell abgehakt werden sollte, könnten doch die ungenutzten Chancen unter anderen Umständen den Sieg kosten.

Trainer Lutz Wollgast nach dem Spiel: „Ich möchte gar nicht viel zu diesem Spiel sagen. Es haben 15 Minuten ausgereicht für den Sieg, alles andere haken wir schnell ab.“

Einen Wehrmutstropfen gab es leider noch, denn Christin Wolff verletzte sich in den letzten Minuten und wird nun etliche Zeit ausfallen. Gute Besserung auf diesem Weg.

Nun haben die FSV-Damen 5 Wochen Zeit ihre Defizite aufzuarbeiten, denn erst am 26. Oktober 2019 um 13:00 Uhr treffen sie vor heimischen Publikum auf den Templiner SV Lok 1951 und freuen sich über lautstarke Unterstützung.

Finowfurt spielte mit: Julia Ristow, Karina Bielicke (beide Tor), Aimee Preuße (3), Sophie Dähnicke, Katrin Klee, Christin Wolff (1), Annett Hanke (1), Jenny Lehmann (3), Luise Garbe (7), Manja Hasse (2)